Das 5-Welten-Modell: Die Konstante im Wandel

Beim zweiten WorkVison BarCamp in Salzburg durfte ich eine Session über das „5-WELTEN-MODELL“ (C) halten.

Das 5-WELTEN-MODELL® – Die Konstante im Wandel

Es fällt uns oft schwer, komplexe Herausforderungen neu zu denken. Aus Angst vor Neuem verharren wir in alten Logiken und Mustern. Es fehlt oft an Sicherheit und Vertrauen in der Gestaltung des Wandels. Genau da setzt das 5-WELTEN-MODELL ® an.
Auf Basis der fünf Welten bekommen Sie Orientierung, eine Navigationshilfe und können alle vorhandenen Potenziale nutzbar machen. Sie lernen neue Perspektiven einzunehmen und mithilfe kreativer Methoden gelingt es Ihnen den Blick auf Werte, Vision und Sinn im Wandel zu lenken.

Das 5-WELTEN-MODELL ® unterstützt agile Organisationskulturen, Veränderungsprozesse und Strukturen ganz besonders.

Angesprochen werden dabei soziale, rationale und emotionale Themen sowie die Innere-Bilder-Welt und die Sinn-Welt.

Ziel ist es,

  • komplexe Situationen, Transformation oder Herausforderung auf allen Ebenen zu verstehen,
  • neue Handlungsmöglichkeiten abzuleiten und
  • innovative Geschäftsmodelle umzusetzen.
(c) 5-Welten-Modell

Das 5-WELTEN-MODELL® ist eine von Udo Müller eingetragene Wortmarke beim österreichischen Patentamt Nr. 273691 und im internationalen WIPO – World Intellectual Property Organization Nr. 1231505. Die kommerzielle Nutzung ist 5-WELTEN-MODELL® Coaches vorbehalten.

DIE FÜNF WELTEN IM ÜBERBLICK

Rationale Welt

In der RATIONALEN WELT versuchen wir durch Zahlen, Daten und Fakten die Welt planbar und vorhersehbar zu machen. Die Logik und die Vernunft stehen im Vordergrund. Veränderung oder unvorhersehbare Ereignisse sind möglicherweise eine Bedrohung und können Irritation hervorrufen.

  • Besonnenheit und Korrektheit prägen die Grundhaltung und Einstellung.
  • Projekte, Ideen und Vorhaben auf Ihre realistische Umsetzung überprüft.
  • Notwendigen Rahmenbedingungen und Strukturen für Wandel werden geschaffen.
  • Strukturen helfen zur Überprüfung und geben mehr an Sicherheit für die Umsetzung.
  • Ideen und Visionen werden in eine Struktur gebracht und geplant.
  • Risiken werden abgeschätzt und Szenarien werden durchgespielt.

„Das Gute und das Böse, Belohnung und Strafe, sind die einzigen Motive eines rational denkenden Lebewesens; sie stellen die Sporen und Zügel dar, mit der die gesamte Menschheit zur Arbeit veranlaßt und angeleitet wird.“

John Locke (1632 – 1704)

Soziale Welt

In der SOZIALE WELT kommen wir mit anderen Menschen in Dialog und gut in Beziehung. In dieser Welt erlangen wir Aufmerksamkeit und Empathie gegenüber Menschen und die Fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen.

  • Kontakte pflegen und Vernetzungen herstellen
  • Wir kommen mit den Menschen in Beziehung.
  • Die Welt des Dialoges und der Zusammenarbeit.
  • Kooperation und gegenseitigen Wertschätzung.
  • Projekte und Vorhaben werden im Team zu realisieren.
  • Zusammenarbeit über die Bereiche hinweg funktioniert.
  • Auf der Individuellen Ebene führen wir Dialog mit unseren eigenen inneren Anteilen und bauen Vertrauen zu uns selbst auf.

„Wer die Menschen behandelt wie sie sind, macht sie schlechter. Wer sie aber behandelt wie sie sein könnten, macht sie besser.“

Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832)

Innere Bilder Welt

In der INNEREN BILDER WELT kommen wir mit unseren eigenen und kollektiven inneren Bildern in Beziehung und gestaltet die Zukunft aktiv. Das Unbewusste und die Intuition helfen dabei. Visionen können sich entfalten. Die Begegnungen mit den inneren Bildern sind manchmal nicht ganz einfach, aber sehr aufschlussreich und kraftvoll.

  • Wir bekommen eine Idee der Zukunft und können Sie auch beschreiben und „spüren“.
  • Ideen, Phantasien, Träume und neue Vorstellungen werden hervorgebracht und hinderliche Energien transformiert.
  • Diese Welt hilft dem Unbewusste und der Intuition in die Realität zu kommen.
  • Es ist das Tor zur SINN WELT und zu tiefer liegenden Kräften und Ressourcen.
  • Sie geben Bestätigung für ein gewisses „Bauchgefühl“, bringen Entschlossenheit u. Klarheit.

„Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben,
ihnen zu folgen.“

Walt Disney (1901-1966)

Sinn Welt

In der SINN WELT suchen wir den eigenen Weg und versuchen ein autonome, selbstbestimmte Identität zu entwickeln. Sinnvoll erscheint uns unsere Identität, wenn es einer idealen Wertvorstellung entspricht und Sie dadurch an Bedeutung gewinnt.

  • In der SINN WELT werden Werte hinterfragt, Identität geklärt und mit Hilfe der inneren Bilder Welt, gewandelt.
  • Projekte, Vorhaben oder ganze Unternehmen bekommen durch Sinnorientierung einen unsichtbaren Kompass.
  • Autonomie, „Freiheit“ und selbstständiges Arbeiten als Unternehmenskultur entfaltet sich.
  • Strategien oder Projekte machen Sinn, weil sie einem dem größeren Ganzen näher bringt.

„Die Frage ist falsch gestellt, wenn wir nach dem Sinn des Lebens fragen. Das Leben ist es, das Fragen stellt.“

Viktor Frankl (1905 – 1997)

Emotionale Welt

In der EMOTIONALEN WELT können wir unser Gefühle und Emotionen beschreiben, ausdrücken und zeigen. Wir sind bereit sich unseren Konflikten zu stellen, Neues auszuprobieren und flexibel auf Unwegbarkeiten zu reagieren.

  • Innere Bilder werden mit Emotionen verknüpft und aufgeladen.
  • Verantwortung für den eigenen Wandel wird übernommen.
  • „Neues“ wird in die Welt gebracht und Leidenschaft entsteht.
  • Transformator zwischen der Sinn Welt und der Rationalen Welt.
  • Begeisterung für die Umsetzung entfaltet sich. Das „Müssen“ wird in das Wollen gewandelt.
  • Ideen und Visionen bekommen den notwendigen Nachdruck und Inspiration.

„Wer Erfolg im Leben haben will, muss klug mit seinen Gefühlen umgehen können und das emotionale Alphabet beherrschen. Was nützt ein hoher IQ, wenn man ein emotionaler Trottel ist?“

Daniel Goleman (*1946)

Anwendungs- und Methodenbeispiele finden Sie auf der

5-WELTEN-MODELL Webseite

DIE BRÜCKEN UND ÜBERGÄNGE ZWISCHEN DEN FÜNF WELTEN

Im 5-WELTEN-MODELL ® gehen wir davon aus, dass ein Entwicklungschritt auf das nächste Plateau erst dann erfolgt, wenn alle fünf welten im Gleichgewicht sind und entsprechend berücksichtigt wurden. Sollte eine Welt zu wenig berücktigt worden sein, kann es passieren, dass die gewünschten (neuen) Kompetenzen, Struckturen oder Formen der Zusammenarbeit noch fehleranfällig sind. Wenn jedoch alle fünf Welten bearbeitet wurden, können die neuen Einstellungen und Verhaltensweisen eingübt und verfestigt werden.

Der Ausgangspunkt für einen Veränderungsprozess befindet sich meist in der RATIONALEN WELT, z.B. schlechte Verkaufszahlen, niedrige Mitarbeiterzufriedenheit oder die Einführung eines neues Systems der Zusammenarbeit. Nach das grundsätzlichen Thema festgelegt wurde, beginnt der eigentiche Veränderungsprozess, den ich im Folgenden Entwicklungszyklus nennen werde. Das 5-WELTEN-MODELL wird in einem vollständigen Entwicklungszyklus einmal gegen den Uhrzeigersinn durchlaufen. Warum gegen den Uhrzeigersinn werden Sie sich jetzt fragen? Dies hat mit den Wurzeln des Modells zu tun. Diese beziehen sich u.a. auf die Theorie U von Otto Scharmer. Weiters sind Erkenntnisse aus der Mal- und Gestaltherapie (MGT) und aus den Neurowissenschaften (z.B. Gerald Hüther) eingeflossen.

Ein vollständiger Entwicklungszyklus beginnt in der SOZIALEN WELT, und man kommt miteinander in Gespräch, man kommt in Beziehung. Im nächsten Schritt versucht man bisherige Denkhürden zu überwinden und Altlasten los zu lassen. Durch ein Inne Halten begibt man sich in die INNERE BILDER WELT.  Im Übergang zur SINN WELT baut man eine Verbindung zun den Quellen des eigenen Handeln – zum eigenen „Why“ – auf. Dazu zählt eine tiefgehene Reflexion (deep diving) über die eigene Identität (z.B. Kompetenzen, Werte) und die eigene Vision (Wozu mache ich / machen wir das? Worfür möchte ich mich einbringen, und für andere Nutzen stiften?) Aus den daraus gefunden Bilder lässt man neue Ideen für das zukünftige Handdeln entstehen, In der EMOTIONALEN WELT werden den dabei entstehenden Gefühlen und Emotionen Raum gegeben. Schlussendlich endet ein Entwicklungszyklus wieder in der RATIONALEN WELT, und die Bilder, Ideen und Emotionen werden auf den Boden gebracht. Neue Konzepte für die konkrete Umsetzungen sind somit entstanden und können ausprobiert – und bei Bedarf angepasst – werden.

Brücken zur SOZIALEN WELT: „In Beziehung kommen„

Über diese beispielhaften Methoden bauen wir Brücken zur SOZIALEN WELT und entfalten Potenziale dieser Welt:

  • Dialoge & Gespräche
  • Zirkuläres Fragen & Reflekting Team
  • OpenSpace & World-Cafe, …
  • Aufstellungsarbeit
  • Fokusgruppen
  • kollegiale Beratung

Brücken zur INNEREN BILDER WELT: Los lassen und innehalten

Über diese beispielhaften Methoden bauen wir Brücken zur INNEREN BILDER WELT und entfalten Potenziale dieser Welt:

  • Imaginationen und Metaphern
  • Bildinterpretationen und Gestaltarbeit
  • Mythen, Geschichten (story-telling)
  • Assoziationen & Hypothesen
  • Affirmationen und Tagträumen
  • Träume und Visionen

Brücken zur SINN WELT: Verbindung aufbauen

Über diese beispielhaften Methoden bauen wir Brücken zur SINN WELT und entfalten Potenziale dieser Welt:

  • Entwicklung von Mission,
  • Werte- und Identitätsarbeit
  • Entwicklung von Leit- und Zukunftsbildern
  • Schöpferische & kreative Prozesse
  • Achtsamkeitstraining und Werteimaginationen
  • Arbeit zum eigenen Selbstverständnis

Brücken zur EMOTIONALEN WELT: Entstehen lassen

Über diese beispielhaften Methoden bauen wir Brücken zur EMOTIONALEN WELT und entfalten Potenziale dieser Welt:

  • Aufstellungsarbeit
  • Werteimagination
  • Mediation & Konfliktarbeit
  • Processwork
  • Körperarbeit, Sketch, Theater
  • Rituale, Gefühlsrad

Brücken zur RATIONALEN WELT: Umsetzen wollen

Über diese beispielhaften Methoden bauen wir Brücken zur RATIONALEN WELT und entfalten Potenziale dieser Welt:

  • Projekt- und Prozessmanagement
  • Ziele, KPI, Umfragen, Messungen
  • Business-Case & Budgetaufstellungen
  • Risiko- und Krisenpläne
  • Aufbau- und Ablauforganisation
  • Verträge und Vereinbarungen
  • Finanzierungen & Geldmittel

Offenlegung

Gottfried Epp war von Anfang 2017 bis Ende 2019 Teil der 5-WELTEN-MODELL(R) Gemeinschaft. Er hat sich dabei aktiv in die Gemeinschaft eingebracht, und mehrere Methoden in die Gemeinschaft eingebracht.

Mit Ende des Jahres 2019 ist Gottfried Epp freiwillig und aus persönlichen Gründen aus der Gemeinschaft ausgestiegen, und bleibt der 5-WELTEN-MODELL(R) Gemeinschaft weiterhin freundschaftich verbunden.

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