WorkVison BarCamp #3: Gekommmen, um zu bleiben!

Bereits zum dritten Mal fand im November 2019 das WorkVison BarCamp statt. Unter dem Motto „Gekommen, um zu bleiben!“ haben Chris Holzer und Martin Seibt diesmal eingeladen. Sehr gerne bin ich der Einladung gefolgt, um die Kontakte in meine Studiumsstadt zu pflegen. Hier drei meiner Highlights.

Meine Zusammenfassung erhebt weder den Anspruch auf Vollständigkeit noch auf Objektivität. Es soll keine journalistische Zusammenfassung sein. Das war jetzt schon genug weder – noch  – keine  – Es geht um 3 Impulse, die mich bewegt haben. UND 3 Impulse, 3 Inspirationen zum Weiterdenken.

1. Im Recruiting: Kein Vertrauen, kein Matching

In der ersten Session Runde versuchte sich Martin Mader von Career Center der Universität Salzburg am Thema „Mitarbeiter 4.0 – Mitarbeiter als Menschen führen – Verantwortung teilen.“ In seiner Session erzählte er von seinen Erfahrungen und Beobachtungen, und bettete diese in einen feinen soziologisch-philosophischen Rahmen ein.

Ein häufiges Phänomen ist das Stellen nicht nachbesetzt werden können. Oftmals kommt es entweder gar nicht zu einem Gespräch kommt oder es werden Gründe gefunden warum es mit eine Anstellung bzw. einer Zusammenarbeit nicht klappen wird. These: Misstrauen und Defizitorientierung bestimmen das derzeit vorherrschende Recruiting.

Vertrauen als „Anti-These„

Martin Mader hat in Bezug auf Vertrauen auf Simon Sinek (Mr. „Start with why“) verwiesen. Einerseits mit Sinek´s Vertrauenstest, nämlich der Frage:

„Kann ich dieser Person im Ernstfall vertrauen?“

Anderseits mit seinem inspirierenden Zitat über Humanität und Wirtschaften:

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„Take care of your people as your first priority and the numbers will grow.

Focus on growing the numbers as your first priority and the people will fall to the wayside.“

Simon Sinek, 2015

2. Kultur trifft Wirtschaft und Wissenschaft

Das spezielle, das inspirierende am Salzburger BarCamp ist diese „persönliche Austausch einer Community des Vertrauens“ wie es Chris Holzer nennt. Und, dass sich Chris sich überlegt wen er aus der Kulturszene einladen könnte. Und ob sich den oder diejenige ansprechen traut. Und er hat sich getraut. Und es war sehr inspirierend. Liebe Leser*innen, Sie haben es gemerkt sehr viel UND und wenig / kein ABER. So war es auch beim Vortrag von Tina Heine, Kernbotschaft: „Tina hat Tina-Leute, mit Mut, Spirit und Seele!“

Interessant fand ich ihren Ansatz wie sie Gäste für ihre Jazz-Bar in Hamburg finden wollte (und auch schaffte):

Was muss ich tun, damit Leute kommen die nicht wissen, dass sie kommen wollen?

Wobei nicht das „klassische Jazzfans“ das Zielpublikum waren, und viel mehr die faire Bezahlung der Musiker*innen im Vordergrund stand. Sie merken schon die Parallelen „Mitarbeiter vor den Kunden“.

Eine Bar war ihr nicht genug, es musste das „Jazz-Elb-Festival“ fest sein. Radikalität, Blinddate mit Improvisation und frei Improvisation im Park als Abschluss – eine Herausforderung für Musiker, das Publikum und – last not least – die Veranstalter. Apropos: Als Erfolgsgeheimnis verriet sie uns eine kollegiale Führung von 5 Leadern, mit Kompetenz, Neugierde, Vertrauen und Zuversicht.

„Das Reich der Vorstellungen muss revolutioniert werden.

Nicht das Reich der Besitzstände.“

Kurt Weidemann (1922 – 2011)

3. Lead me if you can! Positive Leadership ist gekommen, um zu bleiben!

Es erfüllte mich mit Demut und Dankbarkeit die Abschluss-Session gestalten zu dürfen. Wir haben schau-gespielt, wir haben gelacht,  wir haben geflucht, wir haben reflektiert … wir haben gelernt.

Es freut mich im Speziellen, dass ich in Salzburg mein Update ausprobieren durfte: In der Festspielstadt inszenierte ich das Rollenspiel als Schauspiel, was dem ganzen Prozess sehr geholfen hat. Und in Zukunft helfen wird. Gemeinsam haben wir über das PERMA Konzept diskutiert, und die Session in einem Steh-World-Cafe ausklingen lassen.

Danke für das Mitspielen und dass ich mit und von Euch lernen durfte!

„Versuche niemals, jemanden so zu machen, wie du selbst bist.

Du solltest wissen, dass einer von deiner Sorte genug ist.“

Ralph Waldo Emerson (1803-1882)

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