Das PERMA-Dashboard

Die 5 Regler für Wohlbefinden & Potenzialentfaltung.

Für wen ist dieser Selbstlern-Kurs bzw. dieser Reader gedacht?

Für ALLE,

  • die an persönlicher Weiterentwicklung 
  • der Positiven Psychologie: „Schwächen managen, Stärken stärken!“ interessiert sind, und umsetzen möchten.
  • die Arbeits- und Lebenszufriedenheit reflektieren und verbessern möchten.
  • ihr physisches und psychisches Wohlbefinden (eudaimonisches Wohlbefinden) stärken möchten.
  • Ihre Bedürfnisse bewusster wahrnehmen und ausleben wollen. Ihr Selbstmitgefühl steigern wollen.
  • Daher ist Reader ist nicht nur für Führungskräfte, sondern für alle die ihre Selbstführung im Sinne des Positive Self-Leadership verbessern möchten

Glückliche Menschen sind erfolgreicher

In einer Metastudie von Lyubomirsky (2008) wurden über 225 Einzelstudien analysiert. Zufriedene Mitarbeiter*innen erreichten im Durchschnitt eine um 31 % höhere Produktivität, 37 % mehr Verkaufsabschlüsse sowie eine dreimal (!!!) so hohe Kreativität. Zudem wurde eine deutlich erhöhe Leistungsfähigkeit festgestellt.

Eine aktuelle Studie der Universität Oxford zeigt ähnliche Ergebnisse. Die Befragten (n=1800) zeigten um 13 % höher Verkaufsabschlüsse, in Wochen in denen sie sich glücklich einschätzten.

Wie läuft der Selbstlernkurs ab? Wie viel Zeit sollte ich mir dafür nehmen?
Der Selbstlernkurs ist in fünf Kapitel anlaog des PERMA-Modells aufgeteilt. Nach der Anmeldung wird Ihnen der erste Teil bereits freigschalten. Danach erhalten Sie alle zwei Tage ein neues Kapitel.
Zeit?
Für das Lesen eines Kapitels sollte man 10 bis 20 Minuten einplanen. Das können Sie z.B gut im Zug oder der Straßenbahn zur oder von der Arbeit nach Hause lesen.
Für die Übungen würde ich ebenso zumindest ein Zeitfenester von 10 bis 20 Minuten reservieren. Über etwas reflektieren kann natürlich auch länger dauern. Manchmal wiederholt man auch etwas ….. meistens lernt man sehr viel – über sich selbst dabei!
PERMA als Grundlage für Glück und Wohlbefinden
In der Pflanzenwelt wird PERMAkultur mit nachhaltiger Landwirtschaft und Gartenbau assoziiert. In der Positiven Psychologie sprechen wir von Aufblühen bzw. vom Flourishing. Der Vergleich lässt sich noch weiter „spinnen“. In der PERMAkultur geht es hie wie da nicht nur um „ein bisschen aufblühen“ oder etwas „möglichst effizient zum Blühen zu bringen, um die Ernte zu maximieren.“
Es geht um einen ganzheitlichen Ansatz, der auf wissenschaftlichen, evidenzbasierten Erkenntnissen aufbaut, und gänzlich auf „esoterischen Hokuspokus“ verzichtet.
PERMA ist ein Akronym und wurde vom Martin Seligman (2011) entwickelt und konzipiert. Mittlerweile sind die theoretische Fundierung und die Wirksamkeit von PERMA vielfach belegt.

„P is positive emotion, E is engagement, R is relationships, M is meaning and A is accomplishment. Those are the five elements of what free people chose to do. Pretty much everything else is in service of one of or more of these goals.
That’s the human dashboard.“ (Martin Seligman)

Der Begriff Flourishing ist aus der Pflanzenwelt entlehnt, und lässt sich mit „Aufblühen“ übersetzen. Dazu zählen das bewusste Wahrnehmen und Erleben
• von positiven Eindrücken und Erfahrungen,
• das Meistern der Aufgaben im Beruf und im Alltag,
• das Erleben von unterstützenden Beziehungen,
• von sinnvollen und sinnstiftenden Aufgaben und Tätigkeiten und
• von Erfolgserlebnissen.
Das Ausleben von PERMA – sowohl in der Arbeit als auch im Alltag – stärkt das persönliche Wohlbefinden und die psychische Widerstandskraft (die Resilienz). Zum Wohlbefinden zählen unter anderem Arbeits- und Lebenszufriedenheit sowie Glückserleben. Ein Wort zum Glückserleben: Man kann zwischen hedonistischen Glückerleben („Spaß haben“) und eudaimonischen Glückserleben („Werteglück“) unterscheiden. In der Forschung spricht man auch gerne vom eudaimonic Wellbeing, also vom eudaimonischen Wohlbefinden. Im vorliegenden Reader ist daher meist vom Wohlbefinden die Rede, auch wenn man im Alltag auch Glück oder Glückserleben sagen könnte.

Positive Leadership & Positive Self-Leadership
Die Grundlage für Positive Leadership bilden eben nicht nur Methoden und Tools, sondern in erster Linie die eigene Haltung und das eigene Verhalten. Positive Leadership beginnt somit mit dem Positive Self-Leadership – einer stärkenorientierten Selbstführung. Ich lade Sie in diesem Reader ein, anhand des PERMA Modells das eigene Self-Leadership zu reflektieren und zu verbessern.
Auch immer wieder interessante Erkenntnisse liefert der Erfinder des PERMA-Lead©-Profilers Markus Ebner mit seinem Team. Hier zwei wirklich interessante Ergebnisse zu Positive Leadership. In einer Pilotstudie aus dem Vorjahr (2019) wurden Extremgruppen verglichen: Führungskräfte mit hohen PERMA-Lead Werten mit solchen mit niedrigen. Es zeigte sich, dass dies nicht nur zu deutlich zufriedeneren, motivierteren und gesunderen Mitarbeitern*innen führt, sondern auch zu höherer Kundenzufriedenheit und sogar höheren Verkaufszahlen. Ebenso bemerkenswert sind Ergebnisse einer bislang noch nicht publizierten Studie (Frühwirt & Ebner, 2020). In Team mit ausgeprägten Positive Leadership (gemessen durch höhere PERMA-Lead Werte) sind die Mitarbeiter*innen im Durchschnitt deutlich zuversichtlicher, gut durch eine Krise zu kommen.
PERMA und Positive Leadership hat also nichts mit sogenannter „Sozialromatik“ zu tun!
Es ist kein „Nice-to-have“ – es ist ein „Must-have!“
Das PERMA-Dashboard als Analysetool
Eine Analyse dient meistens zur Bestimmung des IST-Zustandes und zur Erreichung wichtiger (strategischer) Ziele. Martin Seligman hat in seinen Vorlesungen das PERMA Konzept („The human Dashboard“) mit einem Flugzeug-Cockpit verglichen. Da die meisten unter uns eher selten bis gar nicht in einem Flugzeug-Cockpit sitzen, versuche ich den Vergleich mit einem Cockpit eines Autos.
Wenn man mit einem Auto von A nach B fahren will, hat man mehrere Entscheidungskriterien, wie man vorgehen kann.
Möchte ich mit möglichst wenig Spritverbrauch von A nach B kommen, werde ich darauf schauen mit geringer Drehzahl und niedriger Geschwindigkeit voran zu kommen. Möchte ich dabei die Landschaft genießen, werde ich eher Landstraßen den Autobahnen vorziehen. Und wenn ich möglichst schnell dort sein möchte, werde Autobahnen vorziehen und möglicherweise den Spritverbrauch nicht berücksichtigen können. Kurzum: Je nach vordergründigem Ziel werde ich einen Faktor in den Mittelpunkt stellen. Dies funktioniert bei relativ einfachen Problemstellungen mit trivialen Maschinen wie eben z.B. Autos.
Der Mensch ist jedoch ein komplexeres, soziales Wesen, eine nicht-triviale Maschine wie es Heinz von Foerster einmal formulierte. Deshalb brauchen wir mehrere Bezugspunkte, mehrere Messinstrumente auf die wir achten müssen, um unser Ziel zu erreichen. Man könnte es auch mit dem Dashboard bzw. dem Cockpit eines Flugzeugs vergleichen.
Wenn wir Pilot für unser eigenes Leben sein wollen, und unser Ziel ein angenehmer Flug ist – im Sinne von Glückserleben, Wohlbefinden und Flourishing (Aufblühen), dann sollte wir immer unser persönliches PERMA Dashboard im Auge behalten.
Das PERMA-Dashboard als Steuerinstrument: Ein Mischpult für Wohlbefinden
Während meines Studiums in Salzburg durfte ich in der Gründerphase des Freien Radios, der Radiofabrik, dabei sein. Zu Beginn hatten wir noch kleine 4 und 8 Spur Mischpults. Im ersten echten Studio waren es dann 16 Spuren. Auf jeder Spur befand sich eine Tonquelle: Mikro 1, Mirko 2, CD 1, CD 2, PC-Audio, usw. Viele von uns kamen so mit professioneller Audiotechnik in Berührung, und lernen diese nach und nach besser kennen.
Eines der wichtigsten Prinzipien war das sogenannte Aussteuern. Also wie laut ist die jeweilige Tonspur. So konnten Menschen die sehr laut und solche die eher eine ruhige Stimme hatten mit demselben Mikrophon arbeiten und Sendungen gestalten.
Einerseits musste man beachten, nicht zu laut zu werden. Dann wurde das Signal abgeschnitten und er krachte im Radio. Also schon eher im oberen Bereich, aber eben nicht zu hoch.
Anderseits musste man darauf achten, dass das Tonsignal nicht zu leise wurde. Dies war manchmal bei schlechten Tonaufnahmen wie z.B. Interviews mit lauten Hintergrundgeräuschen durchaus eine Herausforderung. Bei guten Tonaufnahmen, wie z.B. beim Abspielen einer CD, war es jedoch ein Kinderspiel.
Warum erzähle ich Ihnen diesen Vergleich?
Weil die Metapher des Mischpults genauso funktioniert. Es besteht einerseits die Gefahr, dass man auf einer einzelnen Spur zu laut wird. Das könnte bedeuten, dass man in der täglichen Routine zu stark auf Sinn-Erleben fixiert ist. Und im Gegenzug zu wenig auf das Aufbauen von unterstützenden Beziehungen und / oder das bewusste Wahrnehmen von Erfolgen vergisst.
Das Übersteuern am Mischpult kann mit dem übermäßigen Ausleben von Stärken gleichgesetzt werden. Manchmal wird man erst so richtig gut, wenn man seine größten Stärken etwas zurücknimmt: Humor gezielt einsetzen, Zurückhaltung statt übermäßiger Bescheidenheit, Zuhören und neues erfahren, usw. Genauso wie ein starkes Tonsignal, dann am besten ist, wenn man es gut aussteuert.
Wenn ein Kanal zu niedrig aussteuert, muss man diesen lauter aufdrehen. Wenn dies nicht reicht braucht man einen Verstärker. Das Pendant zum Verstärker sind in der Positiven Psychologie die Positive Interventions. Diese haben eine durch Studien nachgewiesene gesundheitsfördernde Wirkung und sollen leicht und täglich anwendbar sein, sodass man diese gut in den Alltag integrieren kann. Deshalb gibt´s im vorliegenden Reader für jeden Faktor zumindest eine Positive Intervention, die Sie sofort ausprobieren können!
Warum ist dieser E-Reader kostenlos?
Ich denke, dass die Ideen und Inspirationen zu wichtig sind, um sie hinter einer „Paywall“ zu verstecken. In vielen Trainings, Coachings, Webinaren und Gesprächen habe ich gemerkt, dass ein Bedürfnis nach Orientierung in „psychologischen Sachen“ wahrnehmbar und spürbar ist- sowohl als Trainer/Coach als auch als Teilnehmer. Ich bin davon überzeugt, dass das PERMA-Modell eine wunderbare Orientierungshilfe und Kompass sein kann, um in die Welt der Positiven Psychologie und Resilienz Forschungen und Anwendung ein zu tauchen.
Wie sind die einzelnen Kapitel aufgebaut?
Jedem PERMA-Faktor ist ein Kapitel gewidmet, und jedes Kapitel ist wiederum in fünf Unterpunkte aufgeteilt:
1. Warum man diesen Faktor besonders beachten sollte? Hier werden einige Highlights aus der Forschung und interessante Aspekte kurz zusammengefasst.
2. Definition: Ein bewusst kurz gehaltener Definitionsversuch, um es sich gut merken zu können.
3. Keykonzept: Im dritten Abschnitt jedes Kapitel wird ein wichtiges Konzept herausgegriffen und vorgestellt.
4. Impulse und Anregungen zum Weiterdenken
5. Übung für den Alltag: Beobachten, reflektieren, ausprobieren und lernen

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FAQ

Welchen Zusammmenhang gibt es zwischen Positive Leadership und Positive Self-Leadership?

Die Grundlage für Positive Leadership bilden eben nicht nur Methoden und Tools, sondern in erster Linie die eigene Haltung und das eigene Verhalten. Positive Leadership beginnt somit mit dem Positive Self-Leadership – einer stärkenorientierten Selbstführung. Ich lade Sie in diesem Reader ein, anhand des PERMA Modells das eigene Self-Leadership zu reflektieren und zu verbessern.

Warum ist das PERMA-Dashboard ein Analysetool?

Eine Analyse dient meistens zur Bestimmung des IST-Zustandes und zur Erreichung wichtiger (strategischer) Ziele. Martin Seligman hat in seinen Vorlesungen das PERMA Konzept („The human Dashboard“) mit einem Flugzeug-Cockpit verglichen. Der Mensch ist jedoch ein komplexeres, soziales Wesen, eine nicht-triviale Maschine wie es Heinz von Foerster einmal formulierte. Deshalb brauchen wir mehrere Bezugspunkte, mehrere Messinstrumente auf die wir achten müssen, um unser Ziel zu erreichen. Man könnte es auch mit dem Dashboard bzw. dem Cockpit eines Flugzeugs vergleichen.

Warum ist das PERMA-Dashboard ein in Mischpult für Wohlbefinden?

Weil die Metapher des Mischpults genauso funktioniert. Es besteht einerseits die Gefahr, dass man auf einer einzelnen Spur zu laut wird. Das könnte bedeuten, dass man in der täglichen Routine zu stark auf Sinn-Erleben fixiert ist. Und im Gegenzug zu wenig auf das Aufbauen von unterstützenden Beziehungen und / oder das bewusste Wahrnehmen von Erfolgen vergisst.
Das Übersteuern am Mischpult kann mit dem übermäßigen Ausleben von Stärken gleichgesetzt werden.

Warum ist dieser E-Reader kostenlos?

Ich denke, dass die Ideen und Inspirationen zu wichtig sind, um sie hinter einer „Paywall“ zu verstecken. In vielen Trainings, Coachings, Webinaren und Gesprächen habe ich gemerkt, dass ein Bedürfnis nach Orientierung in „psychologischen Sachen“ wahrnehmbar und spürbar ist- sowohl als Trainer/Coach als auch als Teilnehmer. Ich bin davon überzeugt, dass das PERMA-Modell eine wunderbare Orientierungshilfe und Kompass sein kann, um in die Welt der Positiven Psychologie und Resilienz Forschungen und Anwendung ein zu tauchen.

Wie viel Zeit sollte ich mir dafür nehmen?

Der Selbstlernkurs ist in fünf Kapitel anlaog des PERMA-Modells aufgeteilt.
Für das Lesen eines Kapitels sollte man 10 bis 20 Minuten einplanen. Das können Sie z.B gut im Zug oder der Straßenbahn zur oder von der Arbeit nach Hause lesen.
Für die Übungen würde ich ebenso zumindest ein Zeitfenester von 10 bis 20 Minuten reservieren. Über etwas reflektieren kann natürlich auch länger dauern.